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Am 08.11.1980 wurden zum ersten mal Saiten zum schwingen gebracht und elektrische Ströme in mechanische Hin- und Herbewegungen zahlreicher Lautsprecher verwandelt. Dies geschah anlässlich einen Rock Festivals in Bendorf. Das unter der Organisation einiger Bandmitglieder auf Geheiß von Amnestie International im Bendorf er Gemeindesaal statt fand und die Anerkennung des Publikums erntete.
Aus diesem Grunde wurden 364 Tage später, am 07.11.1981, ebenfalls zu Gunsten von Amnesty in der Mühlhofener Sporthalle, wieder unter der Organisation einiger Musiker, ein zweites Bendorfer Rock- und Jazz-Festival realisiert. Da auch dieses durch die positive Resonanz des Publikums honoriert wurde, wachte die kultur-zuständige Szene der Stadt Bendorf auf (auch Rock und Jazz-Musik gehören, widersprochen nur von gänzlich intoleranten Exemplaren des Homo sapiens zur Kultur), erkannte den Bedarf solcher Veranstaltungen und organisierte, überflüssig zu erwähnen, wieder mal unter der Mithilfe einiger Bands, aber mit finanzieller Unterstützung die in den folgenden vier Jahren obligatorischen Rock-, Jazz und Folk-Festivals in Bendorf. Die Bendorfer Amateur-Musikerszene begrüßte dies und am 30.04-.01.05.82. am 07.05.83. am 28.03.84 und am 30.1.1.85 'hieß es dann wieder', wie in der o.g. Szene gesagt Wurde. Tja und am 19.12. heißt es auch wieder! Aber halt. der Reihe nach. Nach den vier, von der Stadt Bendorf unterstützten Veranstaltungen wurde (aus finanziellen Gründen oder etwa aus der eben kritisierten Intoleranz heraus!?) der Etat für diese Einrichtung gestrichen und es schien, als sollte es bei den bisher sechs Festivals bleiben.
Diese Aussicht wurde von einigen Leuten überhaupt nicht begrüßt und so kam es, dass ein Teil der Gruppe PAST die in Bendorf ja schon länger bekannt ist und auch dort gerne spielt, ein Festival auf eigene Verantwortung zu organisieren versucht. Da dies kurz vor Weihnachten '86 realisiert werden konnte, gab es am 20.12.86 das 1. BENDORFER WEIHNACHTS-ROCK-FESTIVAL, bei dem die Gruppen Grand-Slam, Countdown, Past und Ekdosis ihre musikalischen Ideen an den Mann brachten. Unterstützt wurde dieses Festival von Seiten der Stadt immerhin noch durch das zur Verfügungsteilen der Sporthalle an der Seilerbahn. Die Auswahl der Bands sowie gut durchdachte Organisation (allerlei Getränke. Gyros-Verkauf, Power-Glühwein) kamen ausgesprochen gut an, sodass dieses Weihnachtsfestival zur festen Einrichtung werden soll. Der Verkauf der Getränke sowie der Eintritt sollen dieses Festival auch diesmal wieder finanziell realisierbar machen, was letztes Jahr noch nicht ganz gelang. Durch den Top-Akt PUR, den sonstigen musikalischen Darbietungen und der doch leichten finanziellen Unterstützung seitens der Stadt hoffen wir diesmal, in die schwarzen Zahlen zu wirtschaften. In diesen Sinne: Auch vor (gerade vor) Weihnachten soll das Bier und der Glühwein besonders gut schmecken! Pizza inbegriffen.
Bleibt die letzte vielleicht unmögliche Frage: Wozu das alles? Warum organisieren so'n Paar musikalische Amateure ein ganz Festival auf eigene Kappe? Geldgründe, finanzielle Bereicherung? Jeder, der von der Amateurrockezene auch nur ein bisschen versteht, kann darüber nur lachen. Wie schon angedeutet: Letztes Jahr haben wir noch draufgelegt und wir waren uns dieses Risikos (sind es auch diesmal wieder) voll bewußt. Wo sind dann also die Gründe zu suchen? Sicherlich in dem Bereich, auch indem Bereich, in dem musikalische Darbietungen, die von einem Publikum durch Applaus, Mitgehen, Mitsingen usw. honoriert werden, das Selbstwertgefühl ansprechen und einfach 'Laune' machen.
Ich könnte mir denken. dass die Gründe aber noch woanders liegen. Vielleicht dort, wo man auf der Bühne steht und sieht. dass mit der Musik die man mit Freunden macht als Teil des Ganzen was mit 'Band' nennt, den Menschen im Publikum Freude macht, sie gefühlsmäßig verbindet, mehr, als dies ein Politiker mit irgendeinem Polit-Gesabbere jemals wird tun können.
Wenn man das merkt, auf der Bühne die eigene Musik hört und hofft und auch glaubt, dass das Publikum oder wenigstens viele Leute davon, diese Musik ebenso empfinden, dann weiß man warum einige keine Mühe scheuen und versuchen -zum zweiten mal- wieder ein Festival auf die Beine zu stellen. Helft uns durch Euer Erscheinen und das Mitbringen der richtigen Stimmung und des richtigen Durstes. Thorsten Kallweit